GEO: So wird Ihr Unternehmen in ChatGPT und Co. sichtbar
Immer mehr Menschen stellen ihre Fragen nicht mehr nur Google, sondern einer KI. Wer dort nicht genannt wird, findet für diese Kunden schlicht nicht statt. Generative Engine Optimization, kurz GEO, sorgt dafür, dass sich das ändert.

Was ist GEO?
GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist alles, was dazu beiträgt, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity, Microsoft Copilot oder die KI-Übersichten von Google Ihr Unternehmen kennen, richtig einordnen und in ihren Antworten nennen.
Klassisches SEO zielt auf eine gute Position in einer Liste von Links. GEO zielt darauf, Teil der Antwort zu sein. Das klingt nach einem kleinen Unterschied, verändert aber, wie Inhalte aufgebaut sein sollten.
Warum das Thema jetzt wichtig wird
Die Suche verändert sich sichtbar. Google blendet bei vielen Anfragen eine KI-Zusammenfassung über den klassischen Ergebnissen ein, und Assistenten wie ChatGPT oder Perplexity durchsuchen das Web und nennen ihre Quellen. Gerade bei Fragen wie „Welcher Anbieter in meiner Region macht das?“ oder „Worauf muss ich achten?“ bekommen Nutzer eine fertige Antwort, oft ohne noch auf eine Website zu klicken.
Für Sie heißt das: Es reicht nicht mehr, irgendwo auf Seite eins zu stehen. Sie wollen die Quelle sein, auf die sich die Antwort stützt.
Wie KI-Systeme ihre Quellen auswählen
Kein Anbieter legt seine Kriterien vollständig offen. Aus der Praxis lassen sich aber klare Muster ableiten. KI-Systeme bevorzugen Inhalte, die
- technisch gut erreichbar und schnell auslesbar sind,
- eine konkrete Frage direkt und vollständig beantworten,
- eindeutig zeigen, wer das Unternehmen ist, was es anbietet und wo es tätig ist,
- an mehreren Stellen im Netz übereinstimmend bestätigt werden, etwa im Google-Unternehmensprofil, in Branchenverzeichnissen oder in Presseberichten,
- aktuell sind und erkennbar von Fachleuten stammen.
Sieben Schritte, mit denen Sie heute anfangen können
1. Beantworten Sie echte Kundenfragen
Sammeln Sie die Fragen, die Ihnen Kunden am Telefon stellen, und beantworten Sie jede auf Ihrer Website in eigenen Worten. Die kurze Antwort steht am Anfang, die Details folgen danach.
2. Machen Sie Ihr Angebot eindeutig
Leistungen, Einsatzgebiet, Zielgruppe und Ansprechpartner gehören klar benannt auf die Seite. Vage Formulierungen wie „Ihr Partner für alles“ helfen weder Menschen noch Maschinen.
3. Nutzen Sie strukturierte Daten
Mit Auszeichnungen nach Schema.org beschreiben Sie Ihr Unternehmen, Ihre Leistungen, Standorte und häufigen Fragen in einem Format, das Maschinen direkt verstehen.
4. Halten Sie Ihre Angaben überall gleich
Name, Adresse und Telefonnummer sollten auf der Website, im Google-Unternehmensprofil und in Verzeichnissen identisch sein. Widersprüche verunsichern auch KI-Systeme.
5. Zeigen Sie Belege statt Behauptungen
Referenzen, konkrete Projekte, Zertifikate und Erfahrungsberichte machen Aussagen überprüfbar. Ein Satz wie „Wir haben seit 2015 über 40 Gewerbehallen in Oberschwaben gebaut“ ist für eine KI wertvoller als „Wir sind erfahren“.
6. Sorgen Sie für Erwähnungen außerhalb Ihrer Website
Berichte in regionalen Medien, Einträge bei Verbänden, Gastbeiträge oder Interviews sind Signale, die KI-Systeme aufgreifen.
7. Lassen Sie die Crawler rein
Prüfen Sie, ob Ihre robots.txt die Crawler der KI-Anbieter versehentlich aussperrt, und sorgen Sie dafür, dass wichtige Inhalte als Text auf der Seite stehen und nicht nur in Bildern oder PDF-Dateien.
Wie Sie messen, ob es wirkt
GEO lässt sich nicht so exakt messen wie klassische Rankings. Drei Wege funktionieren in der Praxis trotzdem gut:
- Stellen Sie regelmäßig dieselben zehn bis zwanzig Fragen an ChatGPT, Perplexity und Google und notieren Sie, ob und wie Ihr Unternehmen genannt wird.
- Achten Sie in Ihrer Webanalyse auf Besuche, die von KI-Diensten wie chatgpt.com oder perplexity.ai kommen.
- Fragen Sie neue Kunden, wie sie auf Sie aufmerksam geworden sind. Die Antwort „über ChatGPT“ ist ein klares Signal.
Was GEO nicht ist
GEO ist kein Trick und kein Ersatz für SEO. Wer technisch saubere, hilfreiche Inhalte hat, legt mit klassischem SEO das Fundament, auf dem GEO aufbaut. Vorsicht bei Angeboten, die garantierte Nennungen in ChatGPT versprechen: Das kann niemand seriös zusagen. Auch Dateien wie llms.txt sind bislang kein etablierter Standard. Sie schaden nicht, ersetzen aber keine guten Inhalte.
Fazit
GEO belohnt Unternehmen, die klar sagen, was sie tun, das belegen können und die Fragen ihrer Kunden ehrlich beantworten. Das ist weniger Technik als Handwerk. Wenn Sie wissen möchten, wie KI-Systeme Ihr Unternehmen heute sehen, schaue ich mir das gerne mit Ihnen an.

